Fugeo

 

Fuego (Schickimickypony)      w/dBr./2001/Welsh-B         

 

 
Fuego lebte als Hengst auf einem Ponyhof in Süddeutschland, bis seine Besitzerin verstarb. Die Tochter musste für viele Schulponies schnellstmöglich ein neues Zuhause finden, was sie auch fand. Doch für Fuego als Hengst, seine knapp 1 jährige Tochter Tahani und seine Mutter Bianca, welche schon deutlich über 20 Jahre alt war, wurde es schwierig.
Sie musste die 3 übriggebliebenen Ponies notfallmässig bei einem Bauern in einen dunklen Stall stellen. Die beiden Stuten zusammen in eine Boxe und Fuego alleine in einer anderen Boxe. Kümmern musste sie sich selber um die Tiere, die jetzt eine 3/4 Std von ihr zuhause entfernt standen. Nur wenn sie am Abend in den Stall kam und mistete, kamen die Ponies an die frische Luft raus. Sie inserierte die Ponies immer und immer wieder, aber es zeichnete sich einfach keine Lösung ab. Denise entschloss sich Fuego kennenzulernen.
Als sie dann vor Ort war und sah wie unglücklich die Ponies gehalten werden, erweichte ihr Herz. Zuerst versuchte sie Käufer für die Tiere zu finden. Als das scheiterte, kam sie mit Martina ins Gespräch und bat sie mitzukommen um die Tiere zu besuchen. Ihr war auch klar, dass Martina, wenn ich DAS sieht nicht mehr wegschauen kann. ;-)
Nur das Problem war, dass im Etzliberg zu der Zeit eine reine Hengste/ Wallachengruppe lebte. Für Stuten also absolut ungeeignet. Für die Oma fand sich recht schnell ein Platz, das Fohlen Tahani stellte Denise auf eine Fohlenweide und mit Fuego zog sie bei uns im Etzliberg ein. In Windeseile erstellten wir eine Bodenfläche und bauten darauf ein Weidezelt, damit Fuego ein schönes "Haus" bekommt. Doch als er ankam, zeigte er uns sehr schnell, dass er mit dem Zelt überhaupt nicht einverstanden war. Er "hyperte" richtig rum, wenn man ihn darin einsperrte. Er wollte zu den Ponies. Nur da hatte es kein Platz.
Also starteten wir die nächste Blitzaktion. Ein kleiner Raum hinter der Sattelkammer, in dem Brennholz, Ziegel, Schindeln und div. Müll gelagert war, wurde ausgeräumt. Ein Gummiboden rein gemacht, einen direkten Durchgang zum Ponystall und einen kleinen Auslauf, der ebenfalls mit dem Ponyrevier verbunden war erstellt.
Als Fuego das erste mal da drin stand, dauerte es nur wenige Sekunden und er legte sich in die Boxe rein. Als hätte er uns sagen wollen: Das ist ok. Da bin ich und da bleib ich! ;-)
Nach dem Kastrieren wurde Fuego ruhiger. Man merkte aber deutlich, dass er früher keine Sozialkontakte hatte. Es dauerte recht lange, bis er sich wirklich in die Herde einbrachte und nicht dauernd auf Achtungsstellung war und viel Zeit im Ponyrevier verbrachte, in das die grossen Pferde nicht rein können.
Aber der kleine Mann hat es geschafft. Fand sich irgend wann richtig gut in der Herde zurecht und begann auch mit den Anderen zu spielen. Ich glaube, man darf sagen. Es war kein leichter Start für ihn in ein Herdenleben. Aber die Umgewöhnung hat sich gelohnt. Er macht den Anschein, dass er sich wohl fühlt in seinem neuen Zuhause und mit seinen neuen Kollegen.
 
Im April 2015 bekam Denise in Schlieren, nahe bei sich zuhause zwei Plätze in einem kleinen, privaten Offenstall angeboten. Für ihre Tochter natürlich toll, wenn sie selber mit dem Fahrrad in den Stall fahren kann.
Nach reiflicher Überlegung, nahm sie das Angebot an und zog mit den beiden Rackern um.
Die Beiden haben sich recht schnell am neuen Ort eingelebt und allen geht es gut.
Wir wünschen Euch 4 alles Gute für die Zukunft.
Machts gut und bleibt gesund!